Den Bibern auf der Spur
Auf dem WWF-Biberlehrpfad in Pfyn TG begeben wir uns auf Spurensuche, wir erfahren viel über die grössten Nager Europas. Zudem machen wir Halt beim familienfreundlichen, idyllischen Badeweiher Frankrichli.
Text: Cello Rüegg

Unser Besuch aus dem Ausland lacht: «Ihr seid kreativ. Sogar die Biber haben eine eigene Haltestelle.» Nun, die Namensgebung folgt klaren Regeln. «Pfyn, Biberpfad» ist einfach, verständlich, eindeutig und in der regionalen Standardsprache formuliert.
600 Biber im Thurgau
Wieso die Biber in Pfyn zu Hause sind, zeigt der Blick zurück. 1968 wilderte der WWF neun norwegische Biber am Nussbaumersee aus. Die Nager breiteten sich aus, auch entlang der Thur. Deshalb widmete ihnen die Organisation einen eigenen Lehrpfad. Und die Population wächst. Mittlerweile leben im Kanton Thurgau wieder etwa 600 Tiere, schweizweit sind es gemäss Schätzungen anlässlich der letzten Erhebung von 2021/2022 gut 4'900 Biber.
Mit diesem Hintergrundwissen starten wir die Entdeckungsreise bei der PostAuto-Haltestelle neben der Thurbrücke. Zehn Infotafeln mit interaktiven und spielerischen Elementen erwarten uns in den nächsten zwei bis drei Stunden auf dem vier Kilometer langen Rundweg durch Thurgauer Auen. Das schärft die Sinne, wir sehen die Spuren der Biber: angenagte Baumstämme, gefällte Bäume und Biberburgen.
Tipp
Laden Sie den WWF-Flyer mit der Route herunter. Laufen Sie Richtung Brücke los, kommen Sie auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt am Frankrichli vorbei. Der Badeweiher mit Beizli, Garderoben, Toiletten, Spielwiese und Feuerstellen ist von Mai bis September geöffnet.





