Muss man als «Wachmacherin» ein Morgenmensch sein? FM1-Moderatorin Katerina Mistakidis gibt Auskunft
Wer Radio FM1 hört, kennt ihre Stimme. Seit über zwanzig Jahren begleitet «Wachmacherin» Katerina Mistakidis (42) aus Herisau Menschen durchs Leben – mit grossem Interesse an ihren Geschichten.
Interview: Cello Rüegg

Katerina, bist du ein Morgenmensch?
Mittlerweile sicher. (lacht) Ich startete im Jahr 2005 in der Morgenshow – mit Tagwache um 3.00 Uhr. Wie es vorher war, weiss ich gar nicht mehr. Heute leite ich den Standort St. Gallen unserer CH Media Academy, und freitags moderiere ich die Morgenshow.
Wie wurdest du Radiomoderatorin?
Das Radio faszinierte mich schon immer. Während der Diplommittelschule absolvierte ich ein Medien-Praktikum, danach die Ausbildung zur Moderatorin bei Toxic FM. Anschliessend konnte ich direkt bei Radio Aktuell einsteigen. Mittlerweile heisst der Sender Radio FM1, er gehört zu CH Media. Eine lange Geschichte – mit meinem persönlichen Höhepunkt: einer Überraschungssendung zu meinem 20-Jahr-Jubiläum beim Radio.
Erinnerst du dich an die erste Sendung?
Das kam unverhofft. Als Praktikantin unterstützte ich die Moderation mit Texten. An jenem Tag war einer der beiden Moderatoren krank. Dann hiess es: «Schreib bitte das Wetter, wir gehen um sechs Uhr auf Sendung.» Ich war nervös, aber es hat gut funktioniert.
Welche Eigenschaften braucht es für deinen Job?
Interesse an Geschichten – und eine Persönlichkeit. Ich selbst stehe nicht im Mittelpunkt. Ich informiere, ich erzähle Geschichten und schaffe so eine Verbindung zwischen der Hörerschaft und mir – mit meinem eigenen Stil, in meinem Dialekt.
Die Leute wissen: Ich bin authentisch – und eine von ihnen.
Katerina Mistakidis, Moderatorin Radio FM1
Machst du in zwanzig Jahren noch Radio?
Ja, wenn es mir weiterhin so viel Freude bereitet, sehr gerne.
Deine öV-Ausflugstipps in der Ostschweiz?
Als leidenschaftliche Stand-up-Paddlerin gehe ich gerne an den Bodensee. Immer eine Option ist zudem der Alpstein.



